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Kein Zauber mehr in Kuba. Kubas Zauber ist fast völlig weg. Transport und Essen sind überteuert. Aber: Sicher fühlt man sich zu jeder Zeit.

Der Zauber ist praktisch weg. Kuba ist fast ein „normales“ Entwicklungsland. Aber Kuba ist im Aufbruch: Der Tourismus wird ausgebaut. Jeder Kubaner versucht daran teilzuhaben und ein paar Dollar, beziehungsweise CUC, zu verdienen. Jeder CUC macht das Leben besser.

Was hat genervt?

Zwei Dinge sind immer und überall wichtig: Essen und Mobilität. Beides ist in Kuba auf deutschem Preisniveau.

Essen

Für ein Hauptgericht bezahlten wir meist zwischen 12 und 20 Euro. Qualität ist Glückssache. Diese Preise sind für Einheimische astronomisch. Deswegen gibt es keine brauchbaren Empfehlungen. Denn empfohlen wird nicht aus eigener Erfahrung, sondern es wird empfohlen, weil man etwas davon hat. Entweder aus Freundschaft oder Verwandtschaft, oder weil eine Vermittlungsprämie bezahlt wird.

Mobilität

Ein Auto Mieten ist in Kuba sehr teuer. Die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand. Mit Ausnahme der Überlandbusse gibt es kein öffentliches Transportsystem, das Touristen nutzen können.  Will ich bewegen, dann brauche ich ein Taxi. In Havanna war es egal, ob wir ein reguläres oder privates Taxi genommen haben, ein Fahrradtaxi oder ein Tuc Tuc. Jeder war froh einen Touristen geangelt zu haben und es kostete mindestens 10 CUC. Regulär wären 0,65 CUC-Centavos pro Kilometer. Ich halte es für ausgeschlossen, daß man dafür gefahren würde.

Liste der offiziellen Taxipreise in Havanna
Die offiziellen Taxipreise in Havanna

Was hat richtig genervt?

Wir konnten keinen Meter laufen ohne pausenlos die Frage zu hören: „Taxi?“ Und mit pausenlos meine ich pausenlos.

In einem Laden, Geschäft oder Andenkenstand kann man nichts ansehen ohne daß einem jemand auf den Füßen steht. „Where are you from, my friend?“ ist die typische Frage, um ins Gespräch zu kommen.

Aber: Kuba ist sicher

Nach den negativen Punkten soll der großer Pluspunkt Kubas nicht unerwähnt bleiben: Kuba ist nach wie vor sicher. Trotz aller Armut: wir haben keinen einzigen bösen Blick bemerkt und keine Beschimpfungen gehört. Nichts. Ich habe mich an jedem Ort jederzeit sicher gefühlt. Wo auf der Welt ist das noch so?


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