BikePacking Ruto Suroeste in Spanien und Portugal als Highlight zum Saisonabschluss. Zwei Wochen Radfahren von und nach Sevilla mit meinem Pedal Pal Jörg. Fast 1.600 Kilometer lang war die Strecke, die wir in 14 Etappen abfuhren.

BikePacking Ruta Suroeste - iamcycling.de
Bikepacking-Rad

Nach unserer gemeinsamen Tour in der Toskana 2025 fuhren wir dieses Jahr im Südwesten der iberischen Halbinsel. Meine Erwartungen an die Strecke der BikePacking-Tour im Südosten der iberischen Halbinsel waren groß. Die Strecke führte durch Gegenden, in die man nie hinkommt und auch mir weitgehend unbekannt waren. Aber gerade das machte den Reiz aus. Eine Reihe von namhaften Städten lagen trotzdem auf dem Weg.

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Auf der Via de la Plata

Die Idee

Unsere Ausgangsidee war, von Sevilla aus die Ruta de la Plata zu fahren und sie bis nach Santiago de Compostela zu verlängern. Mir war jedoch das Risiko zu groß, im Herbst in den Süden zu fliegen und dann trotzdem in Regen und Kälte Rad zu fahren.

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Die Strecke

Die Etappen bei Komoot.

Durch die Extremadura nach Salamanca und weiter bis Porto

Also starteten wir die Tour in Sevilla und folgten der Ruta de la Plata nur bis Salamanca. Etappenorte bis Salamanca waren Monesterio, Mérida, Cáceres und Plasencia. In Salamanca bogen wir westwärts nach Porto ab. Etappenorten nach Porto waren Freixo de Espada und Peso da Régua.

Im Zug nach Lissabon

Um die große Runde fahren zu können überbrückten wir das Stück zwischen Porto und Lissabon mit dem Zug. In den Intercidades ist die Mitnahme des Rades auch unverpackt möglich. Man muß nur vorher reservieren. Der Tag der Zugfahrt war gleichzeitig unser Ruhetag.

Über Évora und Huelva zurück nach Sevilla

Ab Lissabon führte die Strecke ostwärts in den Alentejo nach Évora. Mértola war eine weitere Zwischenstation in den Süden auf dem Weg nach Faro.

Von Faro fuhren wir weiter Richtung Osten und über Huelva zurück nach Sevilla. Mit Hilfe der KI gaben wir unsere BikePacking Tour den Namen Ruta Suroeste.

Eine besondere und etwas andere Tour

Vor der Tour war meine Spannung groß, wie es in den wenig bekannten Ecken Spaniens und Portugals aussehen würde. Nach der Tour stelle ich fest, es war weniger spektakulär als ich es mir vorgestellt hatte. Ich kann auch keine schönste Etappe nennen. Trotzdem war die Tour besonders. Sie wirkt in ihrer Gesamtheit.

Wir fuhren an heißen Septembertagen durch die Weiten der Extremadura. Einsam, karg und immer wieder unterbrochen von Steineichen und Korkeichen. Wir fuhren an den berühmten Iberico Schweinen vorbei. Wir sahen große Felder mit Sonnenkollektoren. Oft fuhren wir über endlos lange gerade, einsame Straßen. Kühe und ab und zu ein paar Schafe suchten im Sand der verdörrten Dehesa nach Futter. In der Nähe von Salamanca sahen wir auch Kampfstiere.

In Portugal durchfuhren wir das eindrucksvolle Douro-Tal. Es gab riesige Hänge mit unzähligen Terrassen auf denen hauptsächlich Wein angebaut wurde. Wir fuhren durch große Pinienwälder, wir sahen aufgeforstete und natürliche Wälder. Wir lernten die Einsamkeit und die kleinen Dörfer des Alentejo kennen und fuhren wieder auf endlos langen geraden Straßen.

Rennrad fahren in Spanien

Rennrad fahren in Spanien ging hervorragend. Ich kenne kein Land, in dem man sich auf dem Rad sicherer fühlt als in Spanien. Hinzu kommen seit 01.10.2026 sehr radfahrerfreundliche neue Gesetze. Darin ist das Überholen und Abstand halten von Radfahrern geregelt. Die Radwegführung hat allerdings auch in Spanien großes Verbesserungspotential.

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Kurioses Radwegende wie in Deutschland

Rennrad fahren in Portugal

In Portugal wird der Radfahrer mit weniger Abstand überholt. Dennoch ist auch dort das Radfahren angenehmer als beispielsweise in Italien. Es kam uns vor, als gäbe es in Portugal nur sehr wenige Radfahrer. Auch die Straßen waren schlechter als in Spanien.

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Bergauf auf „Straßenbelag“ nach der Einschätzung von Komoot

Die Preise

Das Preisniveau war durchweg angenehm und günstiger als in Deutschland. Mein Eindruck war, daß auch in den großen Städten Sevilla, Porto und Lissabon die Preise noch im Rahmen sind.

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Pause in Faro do Alentejo