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Zu Jahresbeginn habe ich bereits mein drittes „Cleaning“ nach Alejandro Junger durchgeführt. Die Effekte am Ende der Eliminations-Diät waren in jedem Jahr anders.

Das erste „Cleaning“

Im ersten Jahr waren viele der erlaubten Lebensmittel für mich neu und ungewohnt. Daher konnte ich es kaum abwarten, zu den alten Gewohnheiten zurückzukehren. Als ich die drei Wochen endlich geschafft hatte, stürzte ich mich auf mein gewohntes Essen.

Das zweite „Cleaning“

Am Ende des zweiten Jahres wollte ich die ganz großen Genüsse zurückhaben. Ich hatte das Gefühl, etwas verloren zu haben. Deshalb trank ich schnell wieder Wein, um das gute Gefühl zurückzuholen. Ich aß eine Pizza, weil ich die so gerne mag. Aber die Enttäuschung kam, weil es einfach nur eine Pizza war. Ich öffnete eine gute Flasche Wein. Trotzdem schmeckte er mir nicht wirklich. Ich mußte mich erst neu daran gewöhnen.

„Cleaning“ 2020

Dieses Jahr war alles wieder ganz anders. Schon der Beginn war eine Erlösung nach den genußdominierten Weihnachtstagen. Auch während der Diät hatte ich kein Verlangen nach Leckereien. Ich vermißte eigentlich nichts. Höchstens mal ein kurzer Reflex nach Schokolade kam hin und wieder auf. 

Am Ende der Kur war ich nur besorgt, wie ich die schlechten Lebensmittel weiter vermeiden kann. Wie schaffe ich es am besten, im Alltag nachhaltig meinem Körper möglichst viele gute Sachen zu geben. Und alles immer maßvoll. Die in den drei Wochen geübten Mengen will ich versuchen beizubehalten.

Wie geht es weiter?

Wie lange wird diese Einstellung bleiben? Ein riesiger Antrieb für mich ist wieder mal das Radfahren. Die Vorfreude auf die neue Saison, verstärkt von der Aussicht, mit ein paar Kilos weniger unterwegs zu sein. Und auch die Hoffnung, auch in diesem Sommer etwas stärker in den Bergen zu fahren. Auch die Radmagazine (zum Beispiel in „Rennrad“ oder in der „RoadBIKE„) geben aktuell Tipps zur Ernährung und Gewichtsreduzierung. Die beste Zeit im Jahr dafür sei jetzt.

Die Saison kann kommen

Ich bin damit schon fertig. Seit ich Rad fahre war ich noch nie so leicht. Ich muss mein Gewicht nur noch halten. Perfekte Voraussetzungen für „die beste Saison meines Lebens“.

Mein drittes Cleaning - iamcycling.de
Radweg im Winter im Schönfelder Hochland

Aber wie lief mein drittes „Cleaning“?

Meine Begeisterung für die Eliminationsdiät nach Alejandro Junger hält an. Ich gewöhnte mich auch dieses Mal schnell an die reduzierten Mahlzeiten. Für mich sind die erlaubten Lebensmittel auch eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Trotzdem machte sich natürlich die reduzierte Energiezufuhr deutlich bemerkbar. Das ging schon beim Treppensteigen los. Spätestens beim zweiten Stockwerk ging mir die Puste aus. Auch beim Training auf der Rolle hat die Kraft nur selten bis zum Schluß der Trainingseinheit ausgereicht. Vor allem beim schnellen pedalieren, bei Frequenzen ab 95-100 und aufwärts, gab es eine Limitierung. Ich konnte partout nicht schneller drehen. Normalerweise kann ich das ganz gut. Aber auch daran gewöhnt man sich und akzeptiert die Limitierungen. Es ist ja nur für drei Wochen.